Energie und Klimaschutz

Wie stehen Sie zur lokalen Umsetzung der Energiewende und welche Maßnahmen schlagen Sie dazu vor?

Die Gemeinde Gröbenzell sollte sich zum einen darum bemühen, Energie einzusparen (z.B. energetische Sanierung gemeindeeigener Immobilien, Verwendung intelligenter und stromsparender Elektronik wie LED-Leuchtmittel). Dies nützt nicht nur der Umwelt, sondern auch den Gemeindefinanzen. Bei Neuanschaffungen z.B. für den Fuhrpark der Gemeinde oder bei der Sanierung von Heizungsanlagen sollte möglichst Technik zum Einsatz kommen, die auf regenerativen Energien basiert. (Neben Strom auch zukünftig alternative Energien auf Wasserstoffbasis, synthetische Kraftstoffe und Wärmepumpen). Voraussetzung ist eine ausreichende Wärmeisolierung der Gebäude. Gemeindeeigene Gebäude mit Photovoltaikanlagen und Speichern auszustatten, wo immer dies wirtschaftlich sinnvoll ist, sollte Standard werden. Entsprechendes Know How sollte im Rahmen von Informations- und Beratungsangeboten auch den Bürgern, z.B. privaten Grundstückseigentümern, zur Verfügung gestellt werden. Prüfen möchte ich, ob die Verwendung klimafreundlicher Baustoffe wie Holz statt Zement von der Gemeinde im Rahmen der Bebauungspläne gefördert werden kann. Die Eigentümer gewerblicher Immobilien, die sich besonders für die Installation von Photovoltaikanlagen eignen, möchte ich als Bürgermeister gezielt ansprechen und bei entsprechenden Bauvorhaben unterstützen.

Grundsätzlich sind wir Freie Demokraten dafür, Klimaschutz so effizient wie möglich und technologieoffen umzusetzen. Wenn eine Tonne CO2 eingespart werden kann, ist dem Klima egal, ob dies in Gröbenzell oder Puchheim geschieht. Auch wenn mein Fokus auf Gröbenzell liegt, werde ich diesen Effizienzgedanken nicht aus den Augen verlieren und auch im Bereich Energie auf Kooperationen mit unseren Nachbarn setzen.

Welche Energieeinsparungsmöglichkeiten sehen Sie? Wie setzen Sie diese um?

Energieeinsparungsmöglichkeiten wird die Gemeinde vor allem im Bereich Gebäudedämmung, Heizungssanierung und Verwendung energiesparender und „smarter“ Elektronik haben. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende Systeme sollte sukzessive geschehen. Beim Austausch von Fahrzeugen im Fuhrpark der Gemeinde sollte ein niedriger Verbrauch schon aus Kostengründen berücksichtigt werden.

Wie steht Ihre Gruppierung zu Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Gröbenzell bzw. zu Windenergieanlagen im Landkreis?

Ich bin grundsätzlich offen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Gröbenzell, sofern die dafür notwendigen Flächen vorhanden sind und dies – auch im Sinne des Klimaschutzes – die effizienteste Nutzungsmöglichkeit der entsprechenden Flächen und Gelder ist.

Die FDP setzt sich im Bayerischen Landtag dafür ein, die 10H-Regelung für Windkraftanlagen nicht länger vorzuschreiben, sondern den Gemeinden die Entscheidungshoheit darüber zurückzugeben, wie weit Windräder von der Siedlungsgrenze entfernt stehen müssen.

Wie wollen Sie die Bürger*innen dazu bringen, in deutlich höherem Ausmaß Bestandsbauten energetisch zu sanieren?

Private Eigentümer werden ihre Immobilien in Gröbenzell dann energetisch sanieren, wenn sie einen Vorteil davon haben. Aufgabe der Gemeinde ist es in erster Linie, zu beraten und zu informieren. Gerne werde ich prüfen, ob die Gemeinde auch Anreize finanzieller Art oder in Hinblick auf das Baurecht schaffen kann. Grundsätzlich ist es aber die freie Entscheidung jedes Eigentümers, was er auf seinem Grund und Boden macht.

Bei der letzten Analyse im Landkreis Fürstenfeldbruck schneidet Gröbenzell in der Energiebilanz und -effizienz der öffentlichen und privaten Haushalte nur durchschnittlich ab. Was möchten Sie tun, um hier einen der vorderen Plätze zu belegen?

Ich bin zuversichtlich, dass die in den Antworten auf die vorangehenden Fragen geschilderten Maßnahmen dazu beitragen, die Energiebilanz und -effizienz Gröbenzells zu verbessern. Insoweit wir in Gröbenzell von den anderen Gemeinden im Landkreis etwas lernen können, sollten wir diese Chance immer nutzen.

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